BEW Modul 4: Betriebskostenförderung für Wärmenetze

Was ist BEW Modul 4?

BEW Modul 4 ist Teil der BEW-Förderung für Wärmenetze und unterstützt die laufenden Betriebskosten erneuerbarer Wärmeerzeugung. Gefördert werden insbesondere Wärmemengen aus Solarthermie, PVT-Anlagen und strombetriebenen Wärmepumpen. Damit ergänzt Modul 4 die Investitionsförderung aus Modul 2 und Modul 3 um eine wirtschaftliche Absicherung im laufenden Betrieb. 

Warum BEW Modul 4 wichtig ist

Wärmenetzprojekte enden nicht mit der Inbetriebnahme. Gerade bei erneuerbaren Wärmeerzeugern entscheidet die Wirtschaftlichkeit im Betrieb darüber, ob Projekte langfristig tragfähig sind. 

Hier setzt die Betriebskostenförderung in BEW Modul 4 an: 

  • Absicherung laufender Betriebskosten  
  • Verbesserung der Wirtschaftlichkeit erneuerbarer Wärmeerzeugung  
  • Unterstützung der Dekarbonisierung im laufenden Netzbetrieb 

Für welche Anlagen BEW Modul 4 gedacht ist

Die Förderung im BEW Modul 4 gilt für: 

  • Solarthermieanlagen  
  • PVT-Anlagen (Photovoltaisch-thermische Systeme)  
  • strombetriebene Wärmepumpen  

Voraussetzung ist, dass die jeweilige Anlage bereits im Rahmen von BEW Modul 2 oder Modul 3 gefördert wurde und Wärme in ein Wärmenetz einspeist. 

Wie hoch ist die Förderung in BEW Modul 4?

Die Betriebskostenförderung erfolgt nicht pauschal, sondern auf Basis erzeugter Wärmemengen: 

  • Solarthermie: ca. 1 Cent pro kWh thermisch  
  • Wärmepumpen: Förderung auf Basis des SCOP (Seasonal Coefficient of Performance)  
  • Mindestanforderung: SCOP ≥ 2,5  

Die Förderung ist begrenzt auf: 

  • maximal 100 Millionen Euro pro Antrag  
  • die Wirtschaftlichkeitslücke 

Die genauen Berechnungsgrundlagen und Förderbedingungen sind im offiziellen
BAFA-Merkblatt zu BEW Modul 4 beschrieben.

Welche Voraussetzungen gelten für BEW Modul 4?

Damit eine Förderung möglich ist, müssen folgende Bedingungen erfüllt sein: 

  • Anlage wurde bereits über BEW Modul 2 oder 3 gefördert  
  • Einspeisung in ein Wärmenetz  
  • Nachweis der Wirtschaftlichkeitslücke  
  • Einhaltung der technischen Mindestanforderungen (z. B. SCOP bei Wärmepumpen)  

Der Bewilligungszeitraum beträgt bis zu 10 Jahre. Detaillierte Anforderungen und technische Kriterien stellt die BAFA auf der offiziellen Seite zu Modul 4 bereit:
BAFA Modul 4 – Energiebezogene Optimierung

Was Betreiber bei BEW Modul 4 beachten sollten

Die Betriebskostenförderung sollte frühzeitig in die Projektplanung integriert werden. 

Wichtige Aspekte: 

  • Wirtschaftlichkeit hängt stark vom Betrieb ab  
  • Förderhöhe ist abhängig von real erzeugten Wärmemengen  
  • technische Auslegung (z. B. Effizienz der Wärmepumpe) beeinflusst die Förderung direkt  

Modul 4 ist damit eng mit der technischen und wirtschaftlichen Planung verbunden. 

Fazit: Wann lohnt sich BEW Modul 4?

BEW Modul 4 ist besonders relevant für Projekte mit hohem Anteil erneuerbarer Wärmeerzeugung, bei denen die Wirtschaftlichkeit im Betrieb eine zentrale Rolle spielt. Die Förderung sorgt dafür, dass Investitionen nicht nur umgesetzt, sondern auch langfristig wirtschaftlich betrieben werden können. Wer Modul 4 nutzen will, sollte die Betriebskostenförderung bereits bei der Planung von Wärmenetzprojekten berücksichtigen. 

FAQ

Häufig gestellte Fragen

Die Förderung wird über einen Zeitraum von bis zu 10 Jahren gewährt. In dieser Zeit werden die tatsächlich erzeugten erneuerbaren Wärmemengen kontinuierlich gefördert.

Die Betriebskostenförderung erfolgt laufend und ist an die tatsächlich erzeugten Wärmemengen gekoppelt. Das bedeutet, dass die Höhe der Förderung vom realen Betrieb der Anlage abhängt.

Die Effizienz ist ein entscheidender Faktor für die Förderhöhe. Bei Wärmepumpen wird beispielsweise der SCOP (Seasonal Coefficient of Performance) berücksichtigt. Je effizienter die Anlage arbeitet, desto besser wirkt sich dies auf die Wirtschaftlichkeit und Förderung aus.

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