Quartierslösungen: integrierte Energiekonzepte für eine klimaneutrale Zukunft.

Quartierslösungen verknüpfen Strom, Wärme, Kälte und Mobilität zu einem gemeinsamen Energiesystem – über einzelne Gebäude hinaus. Statt jedes Haus einzeln zu versorgen, koppelt ein Quartierskonzept Erzeuger, Speicher und Verbraucher intelligent miteinander. So lassen sich lokale Ressourcen optimal nutzen, Energieflüsse effizient steuern und eine nachhaltige, wirtschaftliche und klimaneutrale Versorgung sicherstellen. 

Neue Wärmenetze (coming soon)
Wir arbeiten an neuen Funktionen zur Berechnung und Auslegung komplexer Wärmenetze, vom Quartier bis zum kommunalen Netz.

Warum Quartierslösungen entscheidende Vorteile bringen

Im Gegensatz zu Einzellösungen für einzelne Gebäude setzen Quartierskonzepte auf Vernetzung: Gebäude werden energetisch gekoppelt und können Energie untereinander austauschen, egal ob Strom, Wärme oder Kälte.

Diese Kopplung eröffnet neue Potenziale: 

  • Energiespeicherung und Lastverschiebung zwischen unterschiedlichen Nutzern 
  • Ausgleich von Wärme- und Kältelasten innerhalb des Quartiers 
  • Bündelung von Erzeugungskapazitäten, was oft zu geringeren Kosten führt als viele kleine Einzelanlagen 

Besonders wirtschaftlich ist eine zentrale Wärme- und Kälteversorgung, die mehrere Gebäude versorgt – statt jedes Gebäude mit eigener Technik auszustatten.

Quartierslösung: vernetzte Gebäude tauschen Strom, Wärme und Kälte über ein zentrales Quartiers-Energiesystem

Sektorenkopplung: Strom, Wärme, Kälte und Mobilität verbinden

Jedes Quartier ist einzigartig. Sowohl das Angebot an erneuerbaren Energiequellen als auch die Verbrauchsstruktur unterscheiden sich. Während ein Quartier große Dachflächen für Photovoltaik bietet, hat ein anderes günstige Bedingungen für Geothermie oder die Nutzung von Abwärme. Diese Vielfalt erfordert maßgeschneiderte Konzepte, die den Austausch von Strom, Wärme und Kälte optimal auf die lokalen Gegebenheiten abstimmen.

Sektorkopplung im Quartier: Strom, Wärme, Kälte und Mobilität über einen zentralen Quartiers-Hub verknüpft

Individuelle Lösung für jedes Quartier

Jedes Quartier ist einzigartig. Sowohl das Angebot an erneuerbaren Energiequellen als auch die Verbrauchsstruktur unterscheiden sich. Während ein Quartier große Dachflächen für Photovoltaik bietet, hat ein anderes günstige Bedingungen für Geothermie oder die Nutzung von Abwärme. Diese Vielfalt erfordert maßgeschneiderte Konzepte, die den Austausch von Strom, Wärme und Kälte optimal auf die lokalen Gegebenheiten abstimmen.

Arealnetze und Microgrids – intelligente Stromvernetzung

Ein zentrales Element vieler Quartierslösungen ist das Arealnetz – ein geschlossenes, lokales Stromnetz (Microgrid), das unabhängig vom öffentlichen Netz betrieben werden kann.

Vorteile von Arealnetzen: 

  • geringere regulatorische Vorgaben
  • Reduzierung oder Wegfall von Netzentgelten bei direkter Stromlieferung zwischen Gebäuden
  • effiziente Integration von Photovoltaik, Windenergie, Batteriespeichern und Verbrauchern innerhalb des Quartiers

Ein Arealnetz ermöglicht eine kombinierte, CO2-neutrale Erzeugung von Wärme und Strom, von der jeder Anschlussteilnehmer profitiert.

Arealnetz und Microgrid: lokales Stromnetz mit PV, Wind, Batteriespeicher und Verbrauchern in der Quartiersgrenze

Wärme- und Kältenetze als Rückgrat der Quartiersversorgung

Für die thermische Vernetzung stehen verschiedene Netztypen zur Verfügung: 

  • Klassische Wärmenetze zur zentralen Wärmeversorgung 
  • Kältenetze zur zentralen Kältebereitstellung  
  • Kalte Nahwärmenetze, die beides kombinieren und Energieüberschüsse austauschen  

Gerade in Quartieren mit gemischter Bebauung – Büros, Wohnungen, Gewerbe – kann kalte Nahwärme besonders effizient sein, weil unterschiedliche Bedarfslastgänge optimal kombiniert werden. Welche Netzstruktur sich eignet, zeigt unser Vergleich der Netztopologien im Vergleich (Stern-, Ring- & Maschennetz).

Wasserstoff als Langzeitspeicher

Für eine erfolgreiche Energiewende braucht es Langzeitspeicher, die saisonale Unterschiede in Erzeugung und Verbrauch ausgleichen. Klassische Batteriespeicher stoßen hier schnell an ihre Grenzen: zu teuer, auf kurze Zyklen ausgelegt und kaum saisonal nutzbar.

Hier kommt Wasserstoff ins Spiel: Überschüssiger Strom aus Photovoltaik oder Windenergie wird per Elektrolyse in Wasserstoff umgewandelt und gespeichert oder ins Gasnetz eingespeist. Bei Bedarf wird er in einer Brennstoffzelle oder einem BHKW wieder in Strom und Wärme rückverwandelt. Die entstehende Abwärme lässt sich über das Wärmenetz nutzen – ein geschlossener Kreislauf, der saisonale Schwankungen abfedert und Versorgungssicherheit schafft.

Wasserstoff als Langzeitspeicher im Quartier: Überschussstrom per Elektrolyse zu H₂, Rückverstromung in Brennstoffzelle/BHKW mit Abwärmenutzung

So unterstützen dich berta & rudi bei der Quartiersplanung

berta & rudi, die Software für Energiesystemplanung, lässt dich Quartierslösungen in einem Workflow modellieren, simulieren und vergleichen:

  • KI-gestützte, stündlich aufgelöste Lastprofile – ohne aufwändige Datenerhebung
  • Sektorkopplung von Strom, Wärme, Kälte und Mobilität in einem Modell
  • automatisierter Variantenvergleich (Kosten, Investition oder CO₂)
  • vollständige Wirtschaftlichkeit: Cash-Flow, Amortisation, Lebenszykluskosten
  • Abbildung von Arealnetzen, Wärme- und Kältenetzen sowie Wasserstoff-Pfaden (coming soon)

So entstehen Konzepte, die technisch überzeugen und wirtschaftlich tragfähig sind.

Fazit: Quartierslösungen als Fundament der Energiewende

Quartierslösungen schaffen Synergien zwischen Energieträgern, Technologien und Nutzern. Sie nutzen lokale Ressourcen effizient, senken Betriebskosten und treiben die Dekarbonisierung im Gebäudesektor voran. Mit sorgfältiger Planung und Simulation entstehen Konzepte, die echte Bausteine einer klimaneutralen Zukunft bilden – für Planer, Energieberater und Stadtwerke.

Die Lastprofile in berta & rudi

Lastprofil von einer Schule, eines Mehrfamilienhaus oder vom Krankenhaus uvm.

FAQ

Häufig gestellte Fragen

Eine Quartierslösung ist ein integriertes Energiekonzept, das mehrere Gebäude eines Quartiers energetisch koppelt. Strom, Wärme, Kälte und Mobilität werden gemeinsam geplant und über Netze, Speicher und einen zentralen Energie-Hub ausgetauscht, statt jedes Gebäude einzeln zu versorgen.

Weil sich Erzeugung, Speicherung und Verbrauch über viele Nutzer ausgleichen lassen. Lastspitzen werden geglättet, Wärme- und Kältelasten gegeneinander verrechnet und Erzeugungskapazitäten gebündelt. Das senkt Investitions- und Betriebskosten gegenüber vielen kleinen Einzelanlagen.

Arealnetze (Microgrids) sind lokale Stromnetze innerhalb des Quartiers. Sie integrieren PV, Wind, Batteriespeicher und Verbraucher, ermöglichen die direkte Stromlieferung zwischen Gebäuden und können Netzentgelte sowie regulatorischen Aufwand reduzieren.

Wärmenetze bündeln die Wärmeversorgung mehrerer Gebäude und lassen sich zentral auf erneuerbare Quellen, Abwärme und Wärmepumpen umstellen. Kalte Nahwärmenetze kombinieren Wärme- und Kältebereitstellung und nutzen Überschüsse besonders effizient.

Wasserstoff ermöglicht die saisonale Langzeitspeicherung von Energie. Überschussstrom wird per Elektrolyse zu Wasserstoff, der gespeichert und bei Bedarf in Brennstoffzelle oder BHKW wieder zu Strom und Wärme wird – inklusive nutzbarer Abwärme.

berta & rudi modelliert, simuliert und vergleicht Quartierskonzepte: KI-gestützte Lastprofile, Sektorkopplung, automatischer Variantenvergleich und vollständige Wirtschaftlichkeitsanalyse – schnell, transparent und KWP-kompatibel.

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    Valentin Ege Kontakt und Ansprechpartner von der Software berta & rudi - für zukunftsfähige Energiekonzepte.

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